Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete in Europa der II. Weltkrieg und mit ihm das Joch der Sklaverei und die Menschenverachtung der Nationalsozialisten.
Millionen Menschen kamen in der Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ums Leben.
Millionen Menschen starben durch einen nationalistischen und rassistischen Krieg.
Ganze Familien wurden für immer ausgelöscht.
Ganze Zukünften für immer zerstört.
„Nie wieder“ war daher der Ruf all jener die den Abgrund der Hölle sahen.
„Nie wieder“ war der Ruf all jener die erkannten wohin Nationalismus und Rassismus die Welt führen.
Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung, er ist der Tag des Sieges und der Tag der Trauer, erst aber auch der Tag der Hoffnung und der Freude.
Der Tag der Befreiung von der Tyrannei der Nationalsozialisten, einem Regime welches im rassitischen Wahn alles ermorden ließ, was nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passte.
Der Tag des Sieges, welcher nicht nur den II. Weltkrieg beendet, sondern auch das Leid und die Zerstörung des Zweiten Dreißigjährigen Krieges.
Der Tag der Trauer über all das Leid welches über die Welt hereingebrochen ist.
Der Tag der Hoffnung und der Freude dieses Leid überstanden und eine Zukunft, auch wenn sie dennoch so unsicher ist, vor sich zu haben.
Der 8. Mai ist jedoch noch mehr. Er ist der Tag des Mahnens.
Er mahnt uns, die Nachkommen der Opfer und der Täter alles in unserer Macht stehende zu tun, damit nie wieder ein solches Leid über die Welt und die Menschen herein bricht.
Er mahnt uns, dass das Leben kostbarer ist als aller Schätze der Erde, als alles Geld der Welt.
Er mahnt uns, achtsam zu sein vor den Verlockungen der Nationalisten und Rassisten, mit ihren einfachen Antworten.
Er mahnt uns, dass wir unterschiedlich und dennoch eins sind.
Wir sind von der Geburt an, über unser Leben hinweg und über den Tod hinaus immer und zu aller erst Menschen.
Wir mögen unterschiedlich sein, in dem wie wir leben, lieben und glauben.
Wir mögen unterschiedlich sein, in dem wie wir aussehen, wie wir reden.
Wir mögen unterschiedlich sein, doch diese Unterschiedlichkeit ist nichts trennendes, sondern einendes. Denn es hält uns täglich vor Augen, welche Größe doch im Menschen steckt.
Wir haben die Chance unsere Welt zu einer besseren zu machen. Das Paradies im Diesseits bereits zu errichten.
Und dies sollten wir auch tun. Nicht nur für uns und alle die noch kommen werden, sondern auch für alle jene die starben.
Machen wir die Welt zu einem besseren Ort. Einem Ort in welchem Nationalismus, Rassismus und jegliche Form des Selektionismus nie wieder die Chance hat Leid über die Welt und die Menschen zu bringen.
Machen wir die Welt zu einem besseren Ort, im Gedenken all jener die in den Krieg zogen um der Tyrannei ein Ende zu setzen.
Machen wir die Welt zu einem besseren Ort und erweisen damit den Opfern Ehre.
Wir können die Vergangenheit nicht verändern, doch wir können uns all jener erinnern die vor uns waren und ihnen Respekt zollen.
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